Unser Kind möchte gern seinen Game-Boy / Playstation / Computer mit zur Therapie nach Belgien nehmen. Kann ich dem Wunsch zustimmen?
Wir wissen heute, dass viele Entwicklungsstörungen auch (in unterschiedlichem Ausmaß) genetisch bedingt sind. Das heißt nicht, dass man dann die betreffende Störung auf jeden Fall bekommt, sondern nur, dass man sie bekommen kann. Ob man sie bekommt, hängt zu einem sehr großen Teil von der Umgebung ab, in der man aufwächst. Für Kinder hat die Tätigkeit am Bildschirm, egal ob Fernsehen, Game-Boy oder Playstation generell negative Auswirkungen, und die sind wissenschaftlich nachgewiesen: Je jünger der Mensch, desto schlimmer der Effekt, aber auch, je länger man vor dem Bildschirm hockt, desto schlimmer der Effekt. Die negativen Einflüsse sind nachgewiesen unter anderen für: Aufmerksamkeitsstörungen, Verhaltensstörungen, Lese- und Rechtschreibschwäche, Übergewicht, zu hoher Cholesterinspiegel, Herz- Kreislauferkrankungen. Diese Informationen erhält man natürlich nicht aus dem Fernsehprogramm, und auch nicht von der PC- und Spieleindustrie, sonst müßten diese sich konsequenterweise ja selbst abschaffen.
Damit haben wir die Frage nach dem Game-Boy beantwortet: Er und alle anderen „Bildschirme“ für Kinder sind nicht nur bei oder während einer Tomatis-Therapie abzulehnen, sondern generell. Für Jugendliche gilt das nicht so generell, hier ist der mögliche Schaden abhängig vom Programm: Vokabel oder Mathe am PC zu lernen ist vermutlich nicht schädlich, Ballerspiele hingegen sehr wohl!
Zuletzt aktualisiert am 13. 06. 2009 von Atlantis-vzw und Mozart-Brain-Lab Team.
